Faszination Bienen

Bienen haben mich schon immer fasziniert - bisher allerdings hauptsächlich als Fotoobjekte.Das änderte sich als wir im Mai 2015 glückliche Schrebergartenbesitzer wurden. Der 1.Vorsitzende ist ein leidenschaftlicher Imker und hat in seinem Schrebergarten einige Völker stehen. Es dauerte nicht lange bis ich infiziert war. Die Idee zwei eigene Völker zu besitzen wurde schnell konkret. Allerdings zog es mich zur Korbimkerei. Welch eine Glückseligkeit als ich einen wunderbaren alten Stülper geschenkt bekam. Auf mein erstes Volk musste ich dann aber noch fast ein Jahr warten.

   

 

Informationen über die Korbimkerei zu bekommen erwies ich als schwierig. Imker die diese Form betreiben finden sich wohl am ehesten noch in der Lüneburger Heide. Ein gutes Buch fand sich dann aber doch.

 Nach ausgiebiger Studiererei diverser Literatur war es dann endlich soweit -ich durfte meine Imkerkluft das erste mal im richtigen Einsatz testen. Danach hatte ich noch mehr Fragen als vorher.

Von der Korbimkerei war ich mehr denn je überzeugt. Nicht im kommerziellen Sinne, sondern unter dem Aspekt den Bienen einen möglichst natürlichen Lebensraum zu bieten. Das ganze mit der idealisierten Vorstellung einmal wöchentlich mein Honigtöpfchen unter den Korb zu stellen, mt der freundlichen Bitte es doch zu füllen.wink

Aber letztendlich kam es dann doch anders.

 

Es gibt viel zu lernen " Wo sitzt denn nun die Königin? "

Was macht eine Drohnenwabe im Baum? blushDer Befall durch die Varroamilbe lässt sich reduzieren indem Drohnenwaben entfernt werden enlightened Nun ist die Frage, wohin damit? Die relativ ekelige Arbeit,die Maden und frischen Drohnen zu entfernen, kann man sich ersparen, indem man unseren gefiederten Gartenmitbewohnern eine Freude macht. Herrlich zu sehen, wie die kleinen Gesellen sich über die unverhoffte Leckerei hermachen. Vorher habe ich aber noch Fotos gemacht. Diese interessanten Einblicke wollte ich mir nicht entgehen lassen!

Dann endlich ist es soweit, ein Schwarm ist gefunden. Der sitzt aber bereits seit drei Tagen fröhlich in einer Magazinbeute. Ein bisschen Überzeugungsarbeit von unserem 1.Vorsitzenden (meinem Imkerpaten) und eine hastig eingebaute Seitentür im Bienenunterstand (der ja für die Korbimkerei ausgelegt ist) reichen aus um mich für ein Magazin zu begeistern. Dazu trägt sicherlich auch der schöne alte Kasten bei, den ich - wie bereits den Korb - von meinem Imkerpaten geschenkt bekommen habe. Ich mag Dinge die Tradition und Geschichte haben. Einen erfahrenen Imkerpaten zu haben ist eine feine Sache. Im Idealfall steht er dem frischgebackenen Jungimker mit Rat und Tat zur Seite und ist manchmal auch dafür zuständig Katastrophen aufzufangen, wie sich im Folgendem noch zeigen wird.                                                                                                                   Nun aber steht erstmal die Freude und Aufregung im Vordergrund. 

 

Hilfe! Ich habe keine Königin!

Anfänglich läuft alles gut. Meine Mädels summseln fleißig vor sich hin und ich sehe schon einer netten kleinen Honigernte entgegen. Das war der Plan. Nach Plan läüft aber gar nichts. Die Summselei wird immer weniger. Bis ich endlich Alarm schlage ist alles zu spät. Mein Imkerpate versucht das Volk noch zu retten. Die Rettungsaktion läuft völlig schief. Anstatt meine Mädels sich in dem schnell zusammengestellten Ableger einbetteln, veranstalten sie eine wilde Abstecherei im selbigen. Offensichtlich haben sie sich schon eine Ersatzkönigin ausgeguckt, die aber nicht in der Lage ist befruchtete Eier zu legen. Das Volk ist dann buckelbrütig (es werden nur noch Drohnen gezogn) und nicht überlebensfähig. Ich habe erstmal Rotz und Wasser geheult, hatte ich meine Mädels doch schon innigst ins Herz geschlossen. Nun also alles nochmal auf Anfang. Ich hoffe der Ableger entwickelt sich gut und die Könniginaufzucht klappt. In den nächsten Tagen bekomme ich ein weiteres Volk. Den Korb hoffe ich im nächsten Jahr mit einem eigenen Schwarm belegen zu können.

 

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