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Heilkräuter A
ABSINTH/WERMUT
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Artemisia absinthium L
Medizinisch wird Wermut unter anderem zur Anregung der Magenfunktion gebraucht.Wermuttee wird bei Apettitlosigkeit,Magenschmerzen,Erbrechen und Durchfall verwendet,für schwangere Frauen ist er allerdings tabu,da es hier zur Abstoßung oder Schädigung des Fötus führen könnte. Wermut gehört zu den bittersten unter den bekannten Kräutern.in symbolischer oder poetischer Sprache wird der Name Wermut oft mit Bitterkeit oder Trauer zusammengebracht (Wermutstropfen). Dem Wermut werden ausserdem hallizugene Eigenschaften zugesprochen.
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ADONISRÖSCHEN
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Ardonis vernalis
Der Name Adonis geht unter anderem auf den römischen Mythus (Ovids Metamorphosen) zurück. Danach verwandelte Venus ihren Liebling "Adonis", der auf der Jagd durch einen vom eifersüchtigen Mars geschickten Eber getötet wurde, in eine blutrote Blume. Der Artname (lat.: vernalis) weist auf die Blütezeit im Frühling hin. Bereits in den Kräuterbüchern des 16. und 17. Jh. wurde die Droge bei Harnbeschwerden, Wassersucht und Steinleiden empfohlen. Im 18. Jh. wurden alljährlich grosse Mengen an Wurzeln aus Thüringen in Europa versandt, was zur Dezimierung der heimischen Vorkommen führt.
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ALANT
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Inula helenium
Überwiegend verwendeter Teil ist die Wurzel (Helenii rhizoma). Alant zählt zu den seit der Antike bekannten Heilpflanzen.Er gegen Husten, Krämpfe, Blähungen und Magenschwäche empfohlen. Plinius erwähnt sogar, dass er den Alant mit Erfolg der Tochter des Kaiser Augustus, Julia Augusta, als Magenmittel verabreichte.Im gesamten Mittelalter war Alant eine hochgeschätzte Heilpflanze, die besonders in Form des Alantweins als Allheilmittel galt, das auch „potio Paulina“ genannt wurde.
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AUGENTROST
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Euphrasia
Augentrost lindert entzündliche Erkrankungen der Augen, der Lider und der Bindehäute. Und er tröstet ermüdete Augen - zwar ersetzt er keine Brille, aber er läßt die natürliche Sehkraft, die durch Überanstrengung nachläßt, wieder wirksam werden. Die Pflanze wächst auf trockenen Wiesen und Berghängen. Sie ist ein Halbschmarotzer und zapft mit ihren Wurzeln die Wurzeln der benachbarten Gräser an; dort saugt sie die fertigen Nährsalzlösungen heraus. Der Volksmund nennt die Pflanze deshalb auch " Wiesenwolf" oder "Milchdieb", weil sie indirekt den Milchertrag des Weideviehs herabsetzt. Man pflückt die Blätter des Augentrosts zur Blütezeit im Spätsommer. Interessanterweise hängt der Gehalt der heilsamen Inhaltsstoffe mit dem Standort zusammen: Je höher die Pflanze wächst, desto besser wirkt sie. Einen Tee bereitet man sich aus einem Teelöffel des getrockneten Krautes, den man mit einem Viertelliter Wasser einige Minuten lang kochen läßt. Davon trinkt man täglich eine bis zwei Tassen. Zur äußerlichen Anwendung läßt man einen Eßlöffel des Krautes in einem Viertelliter Wasser zehn Minuten lang kochen und wäscht mit dieser Flüssigkeit - unverdünnt - die Augen aus.
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