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Heilkräuter G-H

  

GÄNSEFINGERKRAUT

Potentilla anserina

Die Pflanze hat eine krampflösende und, bedingt durch ihren Gerbstoffgehalt leicht entzündungswidrige Wirkung. Sie wird bei Magen-Darmkatarrhen und krampfartigen Menstruationsschmerzen genutzt.

 

HEIDEKRAUT

Calluna vulgaris

 

In kargen Gegenden wächst Heidekraut oft flächendeckend an jeder Ecke. Im Spätsommer und Herbst färben die Blüten des Heidekrauts die ganze Gegend in zarten Violetttönen ein.

Die grosse Menge der Heidekrautblüten ist auch nötig, wenn man sie bei Rheuma einsetzen will, denn dann muss man ihn ihnen baden. Auch gegen Ekzeme soll Heidekraut wirksam sein.

 

HERBSTZEITLOSE

Colchicum autumnale

Alle Pflanzenteile, und besonders Knolle und Samen, werden als sehr stark giftig eingestuft. Als tödliche Dosis gelten für eine Erwachsenen 5g Samen und für ein Kind 1,2 - 1,5 g Samen. Der Hauptwirkstoff in der Pflanze, das Alkaloid Colchicin hat vor allem eine hemmende Wirkung auf die Zellteilung (Colchicin verhindert die Bildung der Kernspindel während der Mitose.)Diese Wirkung macht es zu einem potenten Mutagen (mutationsauslösende Substanz). Colchizin wird deshalb auch in der Mutationszüchtung, - einer Methode der Pflanzenzüchtung, eingesetzt. In der Medizin kommt es z.B. in speziellen Fällen als standardisiertes Präparat zur Linderung von Gichtanfällen zum Einsatz. Die Giftwirkung bleibt auch nach dem Trocknen bestehen (z.B. im Heu)

 

HIMBEERE

Rubus idaeus

Die Früchte sind vitamin- und mineralstoffreich. Himbeeren und ihre Zubereitungen können das ganze Jahr über eine gesunde Bereicherung des Speiseplans sein. Die Blätter haben eine zusammenziehende, leicht antibakterielle und gewebestärkende Wirkung. Himbeerblättertee soll Schwangeren die Geburt und Wöchnerinnen das Kindbett erleichtern. Fragen Sie Ihre Hebamme danach!

 

 

HOLUNDER

Sambucus nigra

Die Blüten haben eine harn- schweiß- und milchtreibende, - also insgesamt drüsenanregende, Wirkung. Die Früchte enthalten vor allem die Vitamine A, B und C, sowie Fruchtsäuren und Zucker. Sie wirken leicht abführen und fördern die Blutbildung. Heißer Holundersaft mit Honig gilt als altes Hausmittel gegen Erkältungen und ist im Winter ein guter Vitaminspender.

 

 

HOPFEN

Humulus lupulus

Hopfen wirkt appetitanregend, schlaffördernd, beruhigend, antibaktriell, menstruationsfördernd Hopfen soll Stoffe enthalten, die den körpereigenen Östrogenen des Menschen ähnlich sind. Sie wirken wahrscheinlich ähnlich, jedoch sehr viel schwächer.

 

 

HUFFLATTICH

Tussilago farfara

Die 10 cm bis 30 cm hoch wachsende Pflanze mit ihren gelben, an einen Strohhut erinnernden Blüten, kommt in ganz Europa vor. Wegen ihres Gehaltes an leberschädigenden und kanzerogenen Inhaltsstoffen, ist die Pflanze in Misskredit geraten. Es sollte keinesfalls die Wildpflanze verwendet werden, sondern auf Fertigpräparate, die einen minimalen Gehalt der schädlichen Substanzen aufweisen, zurückgegriffen werden bzw. auf andere Arzneimittel zurückgegriffen werden.

 



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