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Jutta hat jetzt eine eigene HP

A LITTLE BIT CRAZY

 

Die Glasglocke

Ich denke, dass ein Jeder, der nicht gerade die Begabung hat immer im Mittelpunkt zu stehen, die folgenden Sätze bekannt vorkommen. Wovon hier die Rede ist, ist das Gefühl eine unsichtbare Glasglocke über sich gestülpt zu haben,  die verhindert das man an etwas Teilhaben kann. Nehmen wir mal an, ich wäre heute diejenige die diese "Glocke" über sich gestülpt hätte, egal was ich an wertvollen Sätzen zu einem Thema beizutragen hätte, es wäre sinnlos, da es so scheint als würden die einzelnen Buchstaben an der Glasfront zurückprallen. Die Kraft die ich bräuchte, um auf die andere Seite zu gelangen, wäre so aufwendig, das ich es dann doch lieber vorziehe das Geschehen über mich ergehen zu lassen.  Hinzu kommt, das es eigentlich ganz nett da unter sein kann. Ich brauche mich wenn mir nicht danach ist, den Kopf zu zerbrechen, was ich sagen soll oder wie ich eine bestimmte Sache angehe, da ich schon vorher weiß, das ich gar keine Lust habe und jeder Versuch sinnlos ist. Also bleiben mir nicht sehr viele Möglichkeiten und deshalb sehe ich das Ganze positiv und genieße diesen Zustand der Isolation. Zumal ich aus dem Abseits eine ganz andere Sicht auf die Dinge, die um mich herum geschehen, habe. Es kommt vordas ich über Dinge lache, die die anderen gar nicht verstehen würden, weil sie sie nicht so sehen wie ich. Da ich nicht besonders auf Feiern und Feste stehe, fällt mir der Gang dorthin immer auf`s  Neue schwer. Nur eines guten Bekannten wegen schleppe ich mich dorthin. Kaum angekommen , spüre ich ein unbehagliches Gefühl und wünsche mich an einen anderen Ort. Tja,eigene Schuld,da hilft nur Distanz zu diesem Trubel und schon befinde ich mich im Abseits. Ab und  zu begegne ich auf so einem Fest einem Verbündeten, mit diesem so genannten Verbündeten verbringe ich dann den Abstand, in lustiger Gesellschaft unter der Glasglocke.


 

Jannek und der Regenbogen 

 
 
Draußen vor dem Deich in einem alten Leuchtturm lebte einst ein kleiner Junge mit seinen Eltern. Sein Vater war der Leuchtturmwärter und seine Mutter begrüßte die wenigen Leute, die den weiten Weg zum alten Leuchtturm machten, mit einem Becher Kaffee und Sonntags auch mit einem Stück Kuchen. Das Leben war hier absolut ruhig und für einen kleinen Jungen ohne Geschwister manchmal auch sehr einsam. Die vielen Stunden, die Jannek allein verbrachte,ließen ihn zu einem richtigen kleinen Träumer werden. Seine Freunde und Gefährten waren die Gräser,die im Wind wunderbar tanzten,die Zugvögel, die ihn manchmal besuchen kamenum ihm von der weitenWelt zu erzählen, das Meer, das ihm jeden Tag eine anderes Gesicht zeigte und ihm manchmal wundervolle Geschenke von seinen Reisen mitbrachte und natürlich die Wolken, die ihm die liebsten Bilderbücher waren. Sie alle hatte er sehr gern, denn sie gehörten zu seinem Leben, jeden Tag.
Das Schönste aber war es für ihn wenn der Regenbogen kam....!Nie wieder hatte er etwas Schöneres gesehen,als einen kraftvollen, leuchtenden, riesigen,bunten Bogen am Himmel. Seit er ihn das erste Mal erblickt hatte, hoffte er jeden Tag darauf, dass der Regenbogen noch einmal zu ihm käme, denn er kam nur seinetwegen, davon war Jannek überzeugt. Es verging kein Tag, an dem er nicht von dem Regenbogen träumte und sein schönster Traum war es, den Regenbogen zu besteigen, mit ihm in den Himmel zu reiten und die wunderbare Welt von oben zu entdecken. Er hatte sich fest vorgenommen diesen Traum wahr zu machen, wenn der Regenbogen das nächste Mal zu ihm käme. Eines Tages dann war es soweit,Jannek stand unter dem größten und schönsten Regenbogen, den seine Augen jemals gesehen hatten. Ja, da mußte er hinauf, er konnte an nichts anderes mehr denken als daran wie wunderbar es dort oben sein würde. Schnell lief er los um das Ende des Regenbogens zu erreichen, er lief und lief ohne rechts und links zu blicken,er lief und lief ohne seine Freunde wahrzunehmen,die ihm etwas sagen wollten. Er konnte nur noch daran denken,das Ende des Regenbogens zu erreichen. Als er fast am Ende seiner Kräfte war hatte er es endlich geschafft, er stand am Fuße des Regenbogens."Bitte Regenbogen, ich hab` so lange auf Dich gewartet, bitte nimm` mich mit" flehte Jannek den Regenbogen an, "ich möchte so gerne mit Dir über die wunderschöne Welt reiten, auf Deinen leuchtenden Farben sitzen und immer in Deiner Nähe sein, denn Du bist das Größte und Schönste, dass ich jemals gesehen habe. "Der Regenbogen war sehr überrascht als er die Worte des kleinen Jungen hörte "Ich fühle mich geehrt, "antwortete er" aber ich bin mir nicht sicher, ob Du weißt was es bedeutetmit einem Regenbogen über die Welt zu ziehen, von hier oben sind viele Dinge anders als sie von unten betrachtet scheinen". " Bitte lass mich rauf " bettelte Jannek.Das Tor zum Regenbogen öffnete sich und Jannek krabbelte so schnell er konnte hinauf. Als er auf dem höchsten Punkt angekommen war und sich erwartungsvoll umsah, traf ihn die Enttäuschung fast wie ein Schlag. Der Ausblick auf die Erde war von hier oben zwar sehr schön, aber es regnete ununterbrochen, es war kaltund es gab nichts und niemanden außer den Regenbogenund ihm selbst und auf einmal fühlte Jannek sich furchtbar einsam, denn er hatte noch nicht einmal mehr einen Traum,dem er hinter herjagen konnte. Der Regenbogen bemerkte die große Traurigkeit, die den kleinen Jungen auf einmal ergriffen hatte "so hattest Du es Dir hier oben nicht vorgestellt, oder "fragte er Jannek. " Ich habe geglaubt, hier oben ist es so schön, wie es von unten aussieht, aber statt dessen ist es hier oben kalt und einsam, es gibt keine leuchtenden Farben und mein zu Hause sieht von hier oben so schön und leuchtend aus, genauso wie Du immer vom Himmel gestrahlt hast,
 WARUM....??????
 
 
"Ein Regenbogen wie ich hat seine Schönheit vom Augenblick geschenkt bekommen, und von vielen anderen Teilen des Lebens, wie z.B. von der Sonne und dem Regen, ohne die ich nicht existieren würde. Ich habe für Dich so geleuchtet, weil ich unerreichbar für dich war, ich bin für Dich nur wunderschön so lange Du mich aus Deiner Welt betrachten kannst, nur mit ihr zusammen kann ich leuchten.Die wirklich schönen Dinge im Leben kannst Du nicht festhalten, denn dann verlieren sie ihre Vollkommenheit. Freue Dich über jeden Augenblick, den ich Dir schenke, denn der Augenblick ist die wirkliche Schönheit."Der Regenbogen beugte sich hinab und Jannek rutschte den langen Bogen herunter bis er vor dem alten Leuchtturm landete. Noch etwas durcheinander blickte er noch einmal nach oben und als er die leuchtenden Farben des Regenbogens sah,wusste er auf einmal was dieser gemeint hatte, ein Lächeln lief über sein Gesicht. Er schaute sich um und es kam ihm so vor als ob alles ein bisschen mehr leuchtete...!
Jedes mal wenn Jannek in seinem Leben wieder einen Regenbogen sah wurde sein Herz warm  und für einen kleinen Augenblick fühlte er totale Vollkommenheit.
 

 eine Geschichte von Jutta`s Freundin die nicht genannt werden möchte

 

 


 

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